Letzten Donnerstag gab die Regierung in Colombo bekannt, dass die Tätigkeiten aller internationalen Hilfsorganisationen, darunter des Rote Kreuzes, reduziert würden. Menschenrechts- und Katastrophenschutzminister Mahinda Samarasinghe behauptet, der Grund dafür liege in der Beendigung des Krieges.
Tatsache ist, dass die Regierung bemüht ist, Informationen über die schrecklichen und menschenunwürdigen Bedingungen in den Lagern zu unterdrücken, sowie Augenzeugenberichte zu verhindern, welche die Bombardierung der Zivilbevölkerung in der letzten Phase des Krieges konkretisieren könnten. Unveröffentlichte Berichte der UN deuten an, dass allein bei den Bombardierungen vom Januar bis in die erste Woche des Mai 7.000 Zivilisten getötet wurden.
Entsprechend der letzten Anweisung der Regierung schloss das Rote Kreuz zwei seiner Außenstellen im Osten. Eine davon in Trincomalee stellte die medizinische Versorgung für 13.000 verletzte Menschen sicher, die im letzten Monat über das Meer von Mullaithivu evakuiert worden waren. Die andere Außenstelle in Batticaloa stellte "Personenschutz" für Leute zur Verfügung, die von paramilitärischen Milizen bedroht wurden.
Die Regierung verteidigte kaltschnäuzig die Zustände in den Lagern und bestritt jede Verantwortung für die gesundheitliche Lage. In einem Interview mit der indischen Hindu letzte Woche erklärte Präsident Rajapakse: "Ich möchte sagen, dass die Situation in unseren Lagern bestens ist. Wir versorgen die Leute mit Wasser. Es gibt Probleme mit den sanitären Anlagen. Das ist aber nicht unsere Schuld." Rajapakse behauptete, dass die Gelder für Sanitäranlagen von der Europäischen Union gestellt wurden und an die UN und Nicht-Regierungsorganisationen weitergegeben wurden, die das Geld "sehr langsam" auszahlen.
Rajapakse besteht darauf, dass "Sicherheitsüberlegungen", darunter von der LTTE vermintes Land, es unmöglich mache, die Flüchtlinge sofort freizulassen. Er fügte hinzu, dass die "Mängel" in den Lagern "langsam" überwunden werden. Diese Bemerkung lassen es zweifelhaft erscheinen, dass die Regierung ihr Versprechen hält, die Gefangenen innerhalb von 180 Tagen umzusiedeln."
Zitiert aus der wsws.org
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